guter mohn, du stehst so stille...
frau braggelmann am 13. August 09
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schweine (g)rippe
gibt es etwas schöneres, als an einem frühen sonntag morgen am schön gedeckten frühstückstisch, ein tässchen herrlich duftenden kaffee zu schlürfen, ein knuspriges brötchen mit frischer, kühler butter und selbstgemachter erdbeermarmelade zu geniessen, und dabei über gott und die welt zu sinnieren ??
ja, gibt es !
der blick aus dem heimischen küchenfenster zeigte uns eine offensichtlich aus dem nachbarlichen ferkelzuchtbetrieb getürmte mutter-wutz.
prachtvoll stand sie da. gross wie ein eisbär und mindestens genauso schwer, nur rosa !
mitten auf der dorfstrasse stand sie nun, sich ihrer offensichtlich neu gewonnenen freiheit sicher, blickte sie sich nach allen richtungen um.
der damalige herr an meiner seite, ein furchtloser draufgänger, sprang sofort auf , rief : " hey, die krieg ich! - ruf du den bauern an "! und sprang ( in meinem bademantel , socken und schlappen) hinaus, um das "arme schwein" vor seinem schicksal zu bewahren, vor ein auto zu geraten.
das sich anschliessende schauspiel war dann mehr als bühnenreif.
während jener herr es schaffte, sich von hinten an die rosa dame heranzuschleichen, und diese mit beiden händen an die schinken packend zurück in den stall schieben wollte, war diese nun ganz und gar nicht der meinung, das der ausflug schon vorüber sei. mit lautem quiiiiiken und gegrunze fing sie an, im " schweinsgalopp" über strasse und wege zu rennen, den herren hinterher, der alsbald den vorherigen kontakt wieder hergestellt, nun in innigster umarmung mit dem rosa hinterteil– wutz vorweg, auf schlappen hintendran " wasserski fahrender weise" mit wehendem mäntelchen über den asphalt ziehend. seine wehementen rufe :" holt jetzt endlich mal wer den bauern..." ertranken im gelächter der (inzwischen zahlreichen) zuschauer bei dem sich bietenden bild !
feld hagebutten/birnen kompott
* 1 kg hagebutten
* 1 kg birnen
* 400 g zucker
* zimt
* Zitrone
von den hagebutten die blüten und stengel entfernen. die hagebutten aufschneiden und die kerne herausschaben. auswaschen und im topf aufs feuer setzen. mit etwas wasser 15 minuten kochen und durch ein sieb giessen. die birnen mit schale in einen topf legen und 15 minuten kochen. dann die schale abziehen, in kleine stücke schneiden und die kerngehäuse entfernen.
das abgegossene hagebuttenwasser mit 400 g zucker, zimt, zitronenschale und dem saft einer zitrone aufsetzen und während des kochens hagebutten und birnen einmischen. eine stunde langsam köcheln lassen, bis alles schön verkocht und etwas eingedickt ist.
auskühlen lassen.
das kompott zum braten servieren. oder auch wie marmelade einkochen.
frau braggelmann am 13. August 09
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und wenn du denkst, es geht nicht mehr....
kommt irgendwo ein händchen her....
frau braggelmann am 12. August 09
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das beste am norden...
landluft !
frau braggelmann am 12. August 09
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bergbau im hohen norden

zu einem richtigen dorfgarten gehört ein hochbeet !
nachdem ich in einschlägigen heftchen und zeitungen über den wohl nutzbringenden sinn und zweck einer solchen "oberflächenvergrösserung" des heimischen ackers gelesen hatte, beschloss ich, dem liebsten aller besseren hälften das anlegen eines solchen vorzuschlagen.
beim abendlichen gläschen rotwein hielt ich also einen ausführlichen vortrag über anlage, pflege und zweck und vergass auch nicht zu erwähnen, dass ein solches hochbeet ja wundervoll zu bearbeiten sei, da in quasi "brusthöhe", man also nicht mit krummen rücken, bücklings und kopfüber dem kreislauf zur last falle. leider bemerkte ich nicht, dass mein gegenüber bereits mit offenen augen tief und fest in anderen sphären weilte...
am nächsten abend, als ich von der arbeit nach hause kam, war ungewöhnlicherweise in der wohnung niemand zu sehen. meine suche nach meiner besseren hälfte blieb erfolglos. auch die kinder konnten sich nicht erklären, wo er sei. nach einiger zeit bemerkte ich durch das wohnzimmerfenster hinaus im garten,das herumwandern eines "balles" auf der rasennarbe – "balles"????
ich lief sogleich hinaus, um nachzusehen was dort merkwüdiges los sei. zu meinem erstaunen bemerkte ich in einem 4 x 2 meter langen stück garten, der von einem tiefen graben umgeben war , mein herzelein, wild erde schaufel.
das echo meines " glück auf ! – was treibst du da um himmels willen..." wurde mit den fassungslosen worten aus etwa 1,60 meter tiefe komentiert : "na, ein hochbeet anlegen! is ja toll, dass man da vom stehen aus arbeiten kann, aber da jedesmal reinkriechen ist echt
ziemlich nervig "!
kunstdünger

Bei dem oben porträtierten künstler moritz f. handelt es sich um einen mann der ersten stunde, quasi einem vorreiter der spät-post-punk-thematik in bezug auf wohnkultur, die er unter dem aspekt der auslassung kaltenkirchener barocks und spießiger neo-sagrotan-hygiene-wohndefinition der späten 70er verstanden wissen wollte.
schon früh begann sein rebellischer siegeszug der selbstdarstellenden gesamtinstallation mit seiner zugehörigkeit zur
baukastengruppe (holz, geometrische figuren/naturbelassen, 1988), in der arbeiten mit dem thronetstuhl (töpfchenschule poggensee, 1988) ihren vorerst einzigartigen siegeszug feiern sollten. in den jahren 1991/92 folgten nach einer für den künstler wichtigen schaffenspause arbeiten, die durch ein erfolgreiches zusammenwirken der sich neu gebildeten gruppe «junge wilde-kühsen e. v.» zu so faszinierenden arbeiten und ausstellungen führten wie «matsch und lehm», zwei werkstoffe im dialog mit dem künstler und der waschmittelindustrie, die auch ein gesellschaftskritisches bild der damaligen zeit und politischen umwelt aufzeigen sollten, deren konsens sich stark in den begriffen reinlichkeit und hygiene ausdrückten sowie mahnmal sein sollten, das schaffen von persönlichkeit und wachstum geistiger reife nicht in banalen wertvorstellungen einer gesellschaft zu reflektieren, die matsch nicht anders assoziiert denn ‹abfallprodukt› oder schlichtem ‹wasser mit sand›.
stark geprägt wurde diese künstlerische wachstumsphase von einer sich in diesen zusammenschluss von jungen künstlern einbringenden erzieherin, die als mitverantwortliche für das schaffen des moritz f. sicherlich nicht ausser acht gelassen werden darf.
moritz f. schulische laufbahn wurde geprägt durch das aufeinandertreffen junger künstler verschiedener nationen, die uns in arbeiten wie
textmarker auf schulklötür (1996, 35 x 80 cm, im besitz der grund- und hauptschule nusse);
kreide auf zaunlatte (1997, 50 x 30 cm, privatbesitz) und der installationsarbeit
gedischtes verkehrsschild (1997, ZOB nusse, im besitz des landkreises herzogtum lauenburg) das anwachsen seiner gesellschaftskritischen arbeiten aufzeigt. in seiner sich mittlerweile zu einem gesamtkonzept zusammenfügenden arbeit
die wohnkultur in relation zur reinlichkeit unter berücksichtigung der fastfoodindustrie — in reflektion des welthungers und des politischen diskurs' zu strafmindernden maßnahmen beim schuleschwänzen kulminiert die arbeit des jungen moritz f. in einem austausch zwischen sich zersetzender materie und antimaterie unter zuhilfenahme lauter musik und der gesellschaftlich bedingten weigerung, sich in gewaschenen socken dem publikum zu präsentieren. die gammelnden plastikteile und der verwesende teil organischer abfälle, so der künstler, sollen im dialog mit der gesellschaftskritischen möbilierung des zimmers zu einem dysharmonischen installationsgefüge stehen, das mahnend die vergänglichkeit des
seins, des
werdens und des
ist reflektieren. die zuhilfenahme einer auf 200.000 db verstärkten punkplatte unterstreicht die spannung zwischen konsum und gesellschaft eindrucksvoll, ja zuweilen schmerzhaft ...
Siehe auch den weiterführenden Text des Hauschronisten: Der Juniorste
flughilfe
auch unser nachbardorf gehört zu der kategorie dörfer, die sich um den umweltschutz und den erhalt heimischer tierarten verdient machen. nachdem regelmässig jedes jahr die vorgärten gesäubert und gestutzt werden, auf dass sich frosch und molch einfinden mögen und auch die zahlreichen insekten in eigens dafür vorgebohrten holzblöcken schön ordentlich hinten im garten ihren platz zugewiesen bekommen haben, machte man sich auf, den schon seit langen nicht mehr gesehenen storch zurückzuholen.
ein eigens dafür, nach ordentlicher wahl, bestimmtes gremium also beschloss, in mitten des dorfplatzes einen ausrangierten, alten telegraphenmast aufzurüsten, und so meister adebar einen wunderbaren nistplatz zu bescheren. gesagt , getan – alle halfen mit ein grosses wagenrad, nebst mist schön adrett zu arettieren. tatsächlich sichteten einige der anwohner dann auch den ersten inspizienten, der als vorhut sozusagen schon einmal nach passender wohn- und brutgelegenheit ausschau halten sollte. als sich dann am folgenden tag offensichtlich auch sein weibchen im fluge für dieses neue heim begeistern konnte, wurde sogleich, bürgermeisterlich angeordnet, für den nächsten tag ein fest für alle dorfbewohner ( ereignisse werden hier gefeiert, wie sie fallen) angesetzt. 15.30 uhr, die kaffeetafel ( von den ehrenjungfrauen) auf dem festplatz gedeckt, wartete man nun darauf, dass familie storch sich häuslich niederliesse.
auch der blaskapelle der freiwilligen feuerwehr wurde eigens ein plätzchen direkt unter dem telegraphenmast zugewiesen. sollte diese doch, wie es sich auf dem dorf gehört, die neuankömmlinge willkommen heissen. mit erwartungsvoll nach oben gereckten hälsen verharrte man also, bis gegen 16.10 uhr endlich die lang erwarteten "ehrengäste" einflogen und versuchten, sich trotz des regen treibens unter der neuen behausung, auf dem nest niederzulassen. in dem moment der landung dann der schmetternde tusch der feuerwehrkapelle trääätäääääääääääää – täääää, tusch !!!!
die störche wurden bis zum heutigen tag nicht wiedergesehen...
fluchthilfe

sollte auch ihr mann zu lange am pc sitzen, überraschen sie ihn doch einfach mit einer neuen, aufregenden frisur !
willkommen im dorf
es ist etwas wunderbares auf dem dorf zu leben. ich habe schon als kind gewusst, dass ich eines tages zwischen hühnern und schafen mein leben voller freude, apfelkuchen und netten nachbarn verbringen werde.
die netten nachbarn, besser gesagt nachbarssöhne, waren es auch, die ich als erstes kennen lernen sollte. wohl dem, der eine blonde, nicht ganz hässlich anzusehende tochter im richtigen alter hat. rasenmähen fiel für mich über lange zeiträume aus. musste ich nur sehen, dass sich das fräulein für einige zeit vor der tür blicken liess, waren auch schon die ersten anwärter für den rasenparcour da und verwandelten meine kuhkoppel hinter dem haus in einen wimbledon-rasen. zu dem passte nun leider der von den vorgängern angelegte tannenhain nicht mehr so richtig, zudem einige der kandidaten eher an ausgefluste zahnbürsten als an fichten erinnerten. mit meiner besseren hälfte beschloss ich also, mal richtig ordnung zu machen, ein bisschen auszudünnen und hier und da ein, zwei der bäumchen für meine geliebten spatzen stehen zu lassen. kurze zeit später sah ich dann meinen liebsten auf allen vieren vor den bäumchen knieen, einen alten verrosteten fuchsschwanz in der hand mit den stämmen kämpfen. die sofort herbeigeeilten nachbarssöhne schickten ihn sofort wieder zu mir in die küche und ehe ich mich auch nur darüber informieren konnte, was da draussen am geschehen sei, standen sie vor mir in der küche. dreckig bis an die ohren aber glücklich strahlend, in der hand eine motorsäge. "so, alles aff", sagte der eine von beiden und "is noch mehr umzunieten" der andere. mit entsetztem blick musste ich feststellen, dass die beiden romeos ganze arbeit geleistet hatten. es stand im ganzen (!) garten auch nicht mehr ein busch auf seinem stamm.
krähen, oder wie man technik in den wahnsinn treibt
frau braggelmann am 10. August 09
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danksagung an herrn ichichich
lieber herr ichichich...herzlichen dank für das tolle lay out. nahe an verzweiflung und wahnsinn, bin ich dann gott sei dank auf diese wunderbare graphische gestaltung gestossen.
besser gehts nicht !!! preisverdächtig !! danke.
frau braggelmann am 10. August 09
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technik, oder wie man männer in den wahnsinn treibt
es gibt nur eine sache, mit der man meine bessere hälfte am morgen zufrieden bekommt, seinen kaffee. besser gesagt, espresso !! dass dieser nach einem streng geheimen ritual gebraut und nach mir nicht immer unmittelbar erkennbaren lebensphilosophien gekauft sein muss, ist wichtig. ebenso das gerät.
dieses wundervolle espressozubereitungsgerät also, das schon seit einiger zeit in unserem gebrauch, käuflich ( ausserhalb des mir so geliebten online-jagdgebietes) aber nicht mehr zu erwerben ist, wird wie ein augapfel gehegt und gepflegt und wehe dem, der sich nähert.
heute morgen dann das entsetzen. tick, tack, tick, tack. mein armer "schatz" (verbotenes wort), mit wutverzerrtem gesicht dem heissbegehrten käffchen harrend, vor der maschine, die offensichtlich 7.30 uhr für entschieden zu früh hielt, um ihre dienste anzubieten. tick, tack, tick, tack. den finger auf dem schaltere " die is kaputt! war da einer von euch dran ! ich kriech n anfall!!!" mein freundliches bemerken, ob der stecker "drin" sei wurde mit einer bemerkung komentiert, die an feinstem zyankasmus (ha!) nicht zu überbieten war.
tick, tack, tick, tack......" versuch`s einfach", sagte ich, "– zieh den stecker und steck ihn nochmal wieder rein." unter spottendem blick tat er wie geheissen, stöpselte den stecker wieder rein und surrrr, das schäumende gebräu lief in die tasse.
" musst du immer recht haben "..... tja – wenn nicht ich, wer dann !
neu hier
seit heute gibt es mich. frau braggelmann hier auf das blog. ich bin gewissermassen das geistige gegengewicht zu herrn stubenzweig. da es neben geistig schönem und literarisch wertvollem auch das banale im leben gibt, weise ich hier darauf hin. zuviel ernstes ist nicht gesund ! also :
viel spass hier !
frau braggelmann am 10. August 09
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moin!
ich bin frau braggelmann.