Sonntag, 13. September 2009
braggelmann-croft...und das braggelmobil
liebe raser und drängler...
wir sehn uns morgen, auf dem weg zur arbeit ...



don´t call him "schnitzel"
netter kleiner jungbulle von ca. 1500 kg...

...und von vorn



Freitag, 11. September 2009
stubenzweig im serail
morgen früh fahre ich mit herrn stubenzweig zur landwirtschaftsmesse in den "nahen osten". nach dem er schon so oft von eber "harrald" gehört hat, möchte er ihn nun unbedingt persönlich kennen lernen. harrald, der dort schon seit ein paar tagen hof hält, freut sich mächtig auf ihn. nachdem mich herr stubenzweig in einem anfall von irrsinn dort für die wahl der "miss mähdrescher" angemeldet hat, habe ich harrald versprochen, ihm den herrn stubenzweig mit ins gatter zu geben. sollten sie also morgen noch nichts vorhaben.... herr stubenzweig ist der mit dem t-shirt : www.braggelmann.de !



Donnerstag, 10. September 2009
... das war spanisch!
vor ein paar tagen fragte mich eine freundin, wo ich meine bessere hälfte eigentlich kennen gelernt hätte. irgendwie habe ich das nach all den jahren vergessen. das wo ist auch nicht so wichtig. was ich nicht vergessen habe ist, was am ersten tag passierte. nach einem in einem schönen restaurant verbrachten abend und einer mit guten freunden verbrachten nacht mit rotwein und musik gingen wir am sonntag morgen in seine wohnung. mit etwas bauchkribbeln und freudiger erwartung sah ich zu, wie er hektisch durch die zimmer wuselte und vorbereitungen für "irgend etwas" traf. ich schlüpfte leicht verlegen aus der jacke und eh ich mich versah, landete ich auf seinem bett.
mit den fröhlichen worten: "so, machs dir schon mal bequem....gleich kommt endlich die sendung mit der maus" warf er sich neben mich. und schaltete den fernseher ein.

es hat mir sehr imponiert, dass er alle kinderlieder mitsingen konnte...

auf der suche nach dem Maulwurf



Mittwoch, 9. September 2009
Semper aliquid haeret
dass meine bessere hälfte den schönen künsten zugetan ist, ist inzwischen im freundeskreis bekannt. auch, dass er in der küche wahre wunder zaubert. so kam es dazu, dass wir wieder einmal eine einladung an unsere freunde schickten, einen schönen abend mit uns zu verbringen. es sollte, wie es sich auf dem dorf gehört, eine leckere spezialität geben. fliederbeersuppe mit birnen, äpfeln und griessklösschen. selbstverständlich ist es bei solchen anlässen aufs schwerste verboten, irgendwelche ingredienzien aus tüten oder flaschen zu verwenden und so machte ich mich auf den weg, die vorgesehenen fliederbeeren aus dem knick zu pflücken. schon auf dem nachhauseweg verliess mich ein bisschen die lust auf die bevorstehenden "stribbel" und kocharbeiten, denn eigentlich wollte ich noch kurz in die stadt. zuhause angekommen sagte mir meine bessere hälfte dann, dass ich ruhig losfahren solle, er würde sich schon um die saftzubereitung kümmern. auf meine frage, ob er dass denn schon einmal gemacht hätte, bekam ich die antwort: "ich kann das, ich kenne da sogar ein tolles verfahren, wie das schneller und vitaminschonender geht." ich hätte fragen sollen.......
2 stunden später, als ich zurück war, sah ich die bescherung. unsere erst frisch in zartem gelb gestrichene küche war vom boden bis zur decke übersät mit millionen von lilavioletten spritzern. boden, tisch und herd, alles schwamm im lila saft. mittendrin ein beleidigter mann: " ich dachte, mit dem schnellkochtopf ist das eine prima idee. muss einem ja gesagt werden, dass der ganze kram oben aus dem ventil schiesst, wenn es kocht..."schmollte er (gottseidank unbeschadet).
als der besuch dann eintraf, war wenigstens alles wieder aufgeräumt und das essen, nun doch aus fertig gekauftem saft, auf dem tisch. der abend war sehr schön – bis eine freundin sagte: "sag mal, bei allem kunstverständnis, ist das in der küche jetzt "avantgarde", "expressionismus" oder doch "kubismus?"
"nein", kam daraufhin die antwort meiner besseren hälfte: "action painting!"......



Mittwoch, 9. September 2009
fressneid
es ist immer wieder schön, wenn einem ein lebensgefährte beschert ist, der, um mitunter auch dem anderen geschlecht zu gefallen, alles in sich hineinstopft, auf dem "vitamine" steht. so einen jedenfalls hatte ich vor vielen jahren. egal, ob es "rotbäckchen" für die damals noch kleinen kinder war, oder ein vitamintrunk für die weibliche schönheitskur.... es wurde kurzerhand geschluckt. möglicherweise würde es ja muskeln spriessen lassen, oder dem schütteren haupthaar zur neuen blüte helfen. leider gehörte (oder gehöre) ich auch zu jenen frauen, die alljährlich im 300 tage takt zur diät-kur blasen. meist mit mässigem erfolg. inzwischen zum gespött meiner familie, beschloss ich (einmal wieder), die absolute diät auszuprobieren. zu dieser diät war es nötig, die ersten tage mit saftfasten und innerer reinigung zu starten. dazu war ein mittelchen von nöten, welches einen abführenden effekt haben sollte. schnell aus der apotheke besorgt und auf dem küchentisch für die frühmorgentliche prozedur plaziert, dauerte es auch nicht lange, bis sich mein (damals noch) ehemann in selbiger einfand um panikartig festzustellzustellen: "ah, ein vitaminpräparat... ist das für mich?" was ich verneinte. ich konnte ihm kaum die dose aus der hand nehmen und ihm versichern... "das sind keine vitamine ! das ist für mich. das ist meins !!!!" eilig lief er, die dose in der hand durch die küche. "du gönnst mir das eben einfach nicht. das sind vitamine" waren seine worte. "du willst nur nicht, dass ich gut aussehe danach..." was sollte ich tun. meine versicherungen, dass es sich bei dem doseninhalt nicht um die begehrten mineralien und spurenelemente zum aufbau einer strotzenden männlichkeit handelte, liefen gegen eine wand. meinen erklärungen machte ein ende, dass er die dose aufschraubte und den kompletten inhalt in den mund schüttete. wild triumphierend schwenkte er sie, komplett geleert hin und her und rief: "da siehst du, was missgunst bewirkt....!!!"
wir , nein ER sah es dann... wer nicht hören will, muss fühlen! .....



Dienstag, 8. September 2009
DIN EN ISO 9000 ff
autofahren mit meiner besseren hälfte ist immer ein abenteuer für sich. auf grund der tatsache, dass sein fahrlehrer offensichtlich der ausbilder der legendären "hell-driver" war, ist er mit dem fahrstil keiner unserer familienmitglieder einverstanden. einer fährt zu langsam, der andere schaltet wie ein bauer und der rest der familie hat den führerschein in irgendwelchen lotterien gewonnen. kurzum, freiwillig geht niemand mehr ans steuer, wenn es darum geht, mit ihm in die grosse stadt zu fahren. so auch vor ein paar tagen, als es wieder einmal nötig war, in hafennähe die eine oder andere besorgung zu machen. wie gewöhnlich sass die beste aller besseren hälften am steuer und referierte über benzinsparende fahrweisen, korrektes einhalten der strassenverkehrsordnung und der geschwindigkeitsbegrenzungen, sowie des korrekte herab- und hinaufschalten des getriebes, als wie aus dem nichts hinter uns ein weisser lieferwagen auftauchte und in sehr fragwürdiger weise zum überholen ansetzte. frisch von ihm geschnitten sah ich nur noch, wie meinem begleiter auf dem fahrersitz die röte ins gesicht schoss und er mit einem lauten: "das kann ja wohl nicht wahr sein, den schnapp ich..." aufs gaspedal trat und mit einem mörderischen affenzahn die verfolgungsjagd aufnahm. während er wie von der tarantel gestochen irrwitzige spurwechsel vollzog, moderierte er die fatale fahrweise des verfolgten wagens. "keine ahnung von korrektem verhalten im strassenverkehr" war noch das mildeste, was über seine lippen kam. während dieser 10 minütigen filmreifen odyssee über eine 4-spurige grossstadtstrasse im dichtesten berufsverkehr konnte ich mich, nachdem ich mit meinem leben abgeschlossen hatte, nur noch am autositz festkrallen und hoffen, als der weisse lieferwagen endlich in eine seitenstrasse einbog. meine bitte, es doch gut sein zu lassen wurde ignoriert. endlich hielt das auto vor uns an und meine bessere hälfte sprang türenknallend aus dem wagen. vor uns aus dem lieferwagen stieg der fahrer aus. gross wie ein baum, breit wie eine wand und kahlköpfig mit ohrringen wie aus einem werbefilm. – o.k. dachte ich. wir sind tot – meine bessere hälfte baute sich vor ihm auf, ungefähr halb so gross, aber doppelt so laut : "sie haben mich eben falsch überholt. das darf man nicht!" der andere mann schaute nur einen kurzen moment und ich schloss: "nu ist es aus. selber schuld! o.k. wie komm ich hier wieder raus..." als er verdutzt antwortete: "entschuldigung, da hab ich wohl geschlafen..." in diesen 2 minuten bin ich 30 jahre gealtert. meine bessere hälfte aber zog pfeifend zurück in den wagen. "siehste..." sagte er, "man muss nur ordentlich darauf hinweisen, wenn sie mist bauen! dann gehts!" –
künftig fahre ich zug!



kurzgebratenes...
am wochenende hatten wir taufe in der familie meines sohnes. die jüngste "braggelmann" verschlief – planmässig – die feierlichkeiten.
als nun der "taufakt" erfolgt, alle paten und familie um das von den jüngsten familienmitgliedern gehaltene taufschälchen stehen, und der pastor mit den segenswünschen anfängt, fragt meine zweitjüngste enkelin mit rosa strahlendem gesicht, mitten in die zeremonie hinein den pastor am ärmel zupfend: "sach ma, has du einen rasenmäher?".....

was die welt doch so an dringenden fragen quält.



Freitag, 4. September 2009
traber des jahres
für unsere kinder auf dem dorf ist es etwas natürliches, mit tieren aufzuwachsen. man geht mit ihnen um, pflegt sie, füttert sie und manchmal landen sie auch im topf. auch wird das thema "sport" hier grossgeschrieben. pferdesport. nein, nicht wie auf der rennbahn in der stadt, sondern schön moderat in alter jeans über koppeln und zäune. manchmal sind auch besucher oder urlauber hier zu gast. so wie neulich, als eine familie aus der benachbarten grossstadt mit ihrer 10-jährigen tochter bei einem unserer bauern ferien machte. sie schaute mit grossen augen den nachbarskindern vom zaun aus zu, wie sie mit ihren pferden auf der nachbarkoppel hin- und herritten. irgendwann bemerkte sie eines der kinder auf dem pferd und fragte sie: "kannst du reiten?", was sie traurig verneinte."wenn du magst, dann kannst du morgen gern herkommen. dann kannst du es auch mal versuchen", sagte man ihr. voller freude lief sie nach hause. am nächsten nachmittag war sie in begleitung ihrer muttter pünktlich zur stelle. bekleidet mit einer kompletten turnierausstattung aus elegant schwarzem samt. in frack mit rüschenbluse, reiterhelm, peitsche und lederstiefeln, schwenkte sie ihren neuen helm und rief:" meine mutter hat heute morgen noch schnell die richtige bekleidung besorgt. es kann nun losgehen..."

photographie: Pseudofilosof CC



Freitag, 4. September 2009
ex inferis exsistere
eben war meine nachbarin an der tür. sie ist eine der jüngeren mütter aus dem dorf mit drei herzallerliebsten söhnen. die jungs fahren mit dem rad, spielen fussball und von zeit zu zeit erwischt man einen von ihnen zwischen den (dann nicht mehr vorhandenen) erdbeeren im garten. wie viele andere kinder haben auch sie ein haustier. "günni" das meerschein. günni wohnt schon seit einigen jahren in der familie. er sieht aus, wie eine mischung aus explodiertem sofakissen und einem verstorbenen herrenboutiquebesitzer, aber die kinder lieben ihn. nun musste meine nachbarin vor ein paar tagen, morgens beim brötchen holen feststellen, dass günni regungslos in seinem käfig lag. völlig fassungslos, und mit dem wissen, dass merschweine ein doch eher begrenztes leben haben (in manch südamerikanischen andengebieten ein sehr kurzes), musste schnell etwas geschehen, bevor die lieben kleinen aus den betten kommen würden. kurzerhand schnappte sie sich den an der hauswand stehenden spaten und schauffelte, gleich neben den lieblingsrosen im vorgarten, ein kleines loch in dem günni zur letzten ruhe gebettet wurde. mit bauchweh und angst vor dem augenblick, wo die kinder sein verschwinden bemerken würden. nun ist nicht so auf die schnelle adequater ersatz zu besorgen, und so zog der zweite tag ins land. gut, dass kinder manchmal doch leicht abzulenken sind. am nachmittag allerdings kamen die grosseltern zu besuch, und es gab ein tässchen kaffee im vorgarten. plötzlich ein aufschrei von dem jüngsten:" mammaaaaaa...schnell, irgendwer hat günnis käfig aufgelassen. schnell, der rennt da im garten rum !" mit blassem, fassungslosem gesicht musste sie feststellen, dass günni, offensichtlich vom koma erwacht, frisch und fröhlich quitschend durch die beete lief.
eben war sie hier:" ich kann günni nie wieder in die augen sehn...", waren ihre worte, bevor sie ging.
tja, wie war dass mit dem überprüfen der vitalfunktionen ? – jedenfalls werd ich bei ihr im garten besser niemals müde einschlafen!"

photographie: verwirrtes mäuschen CC



Mittwoch, 2. September 2009
väter
zum thema väter muss ich schreiben, dass ich aus einem haushalt stamme, der auch schon einen "erklärbären" zum vorsitzenden hatte.
meine kindheit verbrachte ich damit, meinem vater zuzuhören, wie man etwas macht und wie man etwas tut. erklärungen waren nicht nötig. es war einfach so, und väter haben immer recht. da ich einer "handwerkerdynastie" entstamme, konnte ich schon früh einen schraubenzieher halten. mein vater sagte immer: "kommst bei und machst..." und dann wurde gemacht. ohne komentar, ohne punkt und komma. schlimm wurde es immer, wenn es darum ging, schrauben in etwas hineinzudrehen. er wurde fast hysterisch, wenn die (damals noch) schlitze der schraubenköpfe nicht EXAKT !! senkrecht im verlauf waren. wollte man nicht verbale prügel ernten, achtete man akribisch darauf.
über all die jahre habe ich viel gelernt und auch manchen bock geschossen, aber niemals vergessen, schrauben in wände oder mobiliar zu drehen, ohne deren schlitze mit zentimetermass und lot ins selbige zu bringen. selbst in der ersten (ehelichen) wohnung sassen der damalige wegbegleiter und ich die nacht vor dem ersten besuch meines vaters in der wohnung und drehten alle schraubenschlitze panisch senkrecht, aus lauter angst vor seiner reaktion.
was soll ich sagen...er fand dann doch noch eine. auf meine todesmutige bitte um erklärung sagte er damals: "ist doch wohl klar. wenns regnet und das wasser draufläuft, fliesst es so besser ab und`s rostet nicht..."
– in der wohnung....!?!. –.....



Mittwoch, 2. September 2009
erklärbär
meine bessere hälfte ist bekannt dafür, dass er, wenn er gefragt wird, erklärungen gern sehr ausführlich gibt. meine kinder haben im laufe der zeit gelernt, wenn sie etwas wissen möchten, keine fragen (mehr) zu stellen, wenn sie nicht, gefesselt von der erkenntniss: – ah, es gibt (auf)klärungsbedarf, für 4 - 5 stunden darüber informiert, nein, belehrt werden wollen, wie es sich verhält, im zusammenhang mit der didaktischen analyse der sich begegnenden mengen in relation zu dem politischen diskurs in abstrakten zusammenhängen zwischen kunst, kultur und dem nibelungeschatz bei 30° im schatten. man nennt ihn nicht umsonst den "grossen monolog". seit einigen seiner vorträge können sie ihre fragen via internet beantworten. wahrscheinlich war das der erwünschte lernerfolg. zur abendlichen entspannung spielt unsere familie immer gern mal wieder Pétanque, es ist sogar so, dass die kinder inzwischen regelrecht "süchtig" danach sind. vor einiger zeit meinte der jüngste: "sach mal... eigentlich müsste man hier doch mal so ein richtiges turnier ausrichten lassen." der bruder daraufhin: "ja. gute idee. nur irgendwie wird das nichts werden." "wieso? das musst du erklären", daraufhin der kleine. "na, auf der einladung steht dann: Pétanque turnier...beginn 9.00 uhr, eröffnungsrede von ihm (blick zur besseren hälfte) mit erklärungen zum spiel und seinen regeln, geschichte, kulturellem hintergrund im spiegel der zeit und geschichtliche wichtigkeit der bildenden kunst beim abstoss der kugel. 16.30 uhr start der spiele...meinst du, da kommt wer?" ...

Der Meister und der Lehrling
von
Andrew St. Clair unter CC



Dienstag, 1. September 2009
döhrti dänzing
vor einiger zeit, als das töchterlein endlich ins ersehnte abitur ging, kam auch die zeit, ein kleid für den abschlussball zu kaufen. nach einigen (anstrengenden) touren durch norddeutschlands boutiqen fanden wir dann doch etwas sehr schönes. am abend wollte sie uns vorführen, wie das gesamt(kunst)werk dann aussehen sollte. eigens zu diesem zwecke kam auch der (damals noch ladenfrische) schwiegersohn vorbei, denn der gemeinsame walzer – am (ersten) wichtigsten abend ihres lebens – sollte noch einmal zusammen geprobt werden. als die beiden nun anfingen, die ersten schritte auf dem heimischen parkett zu drehen, sprang der beste aller bessern hälften auf und rief: "mein gott, oh mein gott, wie tanzt ihr denn, dass ist ja furchtbar. steiff, mit einbetonierten hüften....!" meine tochter und ihr freund schauten sich verwundert an. schliesslich hatten sie , wenn auch nicht allzulange gemeinsam, doch so einige tanzstunden absolviert. "ihr müsst das anders machen", sagte er, "so mehr mit hüftschwung", war die antwort. dabei stand er mitten im zimmer, und tänzelte, halbnackt in seiner arbeitshose auf badeschlappen, eine imaginäre partnerin im arm über das parkett. "hüftschwung, meine lieben, hüftschwung", dabei drehte er sich wie eine primabalerina... in südlicheren gestaden sind die menschen elastischer....hier nur gips...." dabei summte er eine samba.
"so", kam dann."junge komm her!" er schnappte sich meinen schwiegersohn, presste sich an ihn, schmiegt seine wange an seine brust und sang: "la,laaaa,lalalala,lala...." und wiegte seine hüften brasilianisch grazil und wirbelte dabei seine beine stakkatoartig, dass die schlappen flogen. als wir meinen armen schwiegersohn weiss wie die wand in seinen armen sahen, steif wie ein brett, das von einem rotierenden derwisch durch das zimmer geschoben wurde, dabei liebevoll angelächelt und belehrt: "immer aus der hüfte !! immer aus der hüfte...la laaa..lalal la laaaaa..." sind wir (im gegensatz zu meinem schwiegersohn) vor lachen fast erstickt.



Samstag, 29. August 2009
bin kurz einkaufen....
in fünf minuten geht es los ! heute fahren wir wieder in unser frauenwochenende !
habt ein schönes wochenende – bis montag !

eure frau braggelmann



Freitag, 28. August 2009
heimwerkerkönig
es gibt menschen, die glauben, die blosse tatsache, einen werkzeugkasten käuflich zu erstehen und das tragen einer latzhose mache sie zum heimwerkerkönig. so auch meine bessere hälfte, die seit dem umzug aus südlichen gestaden in den kalten grauen norden, die geistige arbeit gegen die köperliche tauschen wollte. in den wirren unseres umzuges musste auch ein teppichboden neu erstanden und verlegt werden.
die reise zum teppichgrossmarkt war schnell gemacht und ein wunderbares stückchen kükengelber auslegeware eines bekannten herstellers (form follows function) erstanden. als es aber nun zu der frage kam, ob auch ein verlegedienst bestellt werden solle für das teure stück, sagte die bessere hälfte: "verlegedienst?... guter mann, ich habe das werkzeug und die erfahrung. ich habe sicher schon weitaus mehr verlegt als sie!" leider hatte er vergessen – auch in meiner gegenwart – zu erwähnen, dass es sich bei diesen "verlegearbeiten" um das ver-legen eines teppichmusterbuches in den wirren seiner büchermassen gehandelt hatte.
mit meinem sichtlich zufriedenen herrn an der seite wuchteten
wir das gute stück ins auto und brachten es in die wohnung.
drei minuten später stand er da. mein held in arbeitshose, zollstock, bleistift hinter den ohren und einer guten tasse kaffee in der hand. den werkzeugkasten fest im griff gab er beiden söhnen anweisung zur korrekten ausrichtung des gelben schätzchens, und wies sie an, ihn passend zuzuschneiden. nach einem kurzen moment des zuschauens, wie die jungs mit metallschiene und teppichmesser dem boden zuleibe rücken wollten, ging es mit ihm durch. er riss die teppichkante hoch, setze das teppichmesser an und schnitt freihändig den vermuteten überstand zurecht. mit einem lauten: "so!, so! macht man dass", liess er ihn zurückfallen und siehe da... 10 cm zu kurz !
eins muss man ihm ja lassen... sein lässiges: "das muss so, der wächst noch!" beim aus dem zimmer gehen machte uns alle sprachlos.



Freitag, 28. August 2009
gesundheitsreform
einer meiner söhne ist bereits vater zweier süßer kinder. die allerbeste schwiegertochter von allen hat mir zu meinem glück noch zwei super tolle töchter mitgebracht. alles in allem ist mein sohn der glücklichste mensch der welt. wenn da nicht diese gottverdammten momente wären, so nach der harten arbeit, wenn die müdigkeit – gerade nach mal wieder säuglings frisch verbrachten nächten (mutti hats noch schwerer !!!) – nicht immer wieder zuschlagen würde. "leider" verfügen die 4 süßen damen aber über eine fast unmenschliche ausdauer bei sport und spiel und über nicht minder kräftige "singstimmen".
nun hat er sich, nur so aus notwehr, ein hübsches spielchen ausgedacht. sie spielen "krankenhaus". er ist der patient und sterbenskrank. muss also un-be-dingt aufs sofa, schlafen.
nach sofort nötigen zahlreichen massnahmen, wie decke holen, trinken bringen, mit keksen füttern, braucht er dann – ärztlich verordnet – bettruhe ! mindestens eine stunde oder zwei.
bisher haben diese massnahmen auch immer gereicht, wenigstens einen kleinen moment des verschnaufens zu bescheren.
vor ein paar tagen kam aber eines der mädels auf die idee, der patient brauche dringend noch eine injektion.
"machen sie den arm frei ! ich muss sie nun impfen" waren ihre worte. nachdem mein sohn brav und tapfer den ärmel hochgeschoben hatte, bekam er einen imaginären pieks verpasst. "so, nun können sie schön schlafen. ich schau dann in einer woche wieder rein" kam da die antwort von "frau doktor". als mein sohn dann fragte, was sie ihm denn da geimpft hätte, erwiderte sie prompt: "ja woher soll ich denn das wissen, ich arbeite hier erst seit zwei tagen in der klinik... ich bin neu !" und ging.



hobby zum beruf....
und in freudiger vorbereitung erwartung auf den abendlichen besuch der beiden brüder